Über die Studie

Kontinuierliches Monitoring zur Früherkennung eines lebensbedrohlichen Verlaufs bei älteren COVID-19-Patienten in einer häuslichen Isolation
Vorbemerkung

Bei diesem Forschungsprojekt handelt es sich nicht um eine weitere epidemiologische Studie, in deren Rahmen mit Hilfe tragbarer Sensoren (Fitnessbändern, Smartwatches etc.) abgeschätzt werden soll, wie sich die Infektion in der Bevölkerung ausbreitet.

Unser Ziel ist es, bei COVID-19-infizierten Patienten den Übergang der Erkrankung in die potentiell lebensgefährliche zweite Phase der Erkrankung frühzeitig zu erkennen, den unverzüglichen Transport in die Klinik zu organisieren und damit die Überlebenschancen der Betroffenen signifikant zu verbessern. Wir erfassen dazu praktisch rund um die Uhr durch einen speziellen Ohrsensor relevante Vitalparameter wie Sauerstoffsättigung, Temperatur, Atemfrequenz, Herzfrequenz und spezielle Werte, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers anzeigen.

Ziel der Studie

Bei besonders gefährdeten COVID-19-Patienten sollen schwere Verläufe abgewendet und die Überlebenschance verbessert werden. COVID-19-Patienten, die älter als 60 Jahre sind, haben ein hohes Risiko für einen schweren Erkrankungsverlauf. Diese Patienten sollen während sie sich in häuslicher Isolation befinden, telemedizinisch überwacht und im Falle einer kritischen Verschlechterung unverzüglich in die Klinik eingewiesen werden.

Hintergrund

Bei einem Teil der COVID-19-Erkrankungen kommt es – meist um den 10. Tag der Erkrankung – zu schweren Verläufen mit der Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung und mechanischen Beatmung. Der Übergang in diese kritische Phase passiert dabei oft innerhalb von wenigen Stunden und wird von vielen Patienten zunächst nicht wirklich wahrgenommen.
Es ist zu beachten, dass der Allgemeinzustand der Patienten bei Aufnahme in die Klinik die weitere Prognose bestimmt: Je stabiler der Patient bei der Aufnahme ist, umso höher ist seine Überlebenschance. Umgekehrt gilt, dass eine verspätete Einweisung die Überlebenschancen reduziert.

Studienteilnehmer bekommen hierfür einen Ohrsensor, der den Gesundheitszustand rund um die Uhr überwacht. Der Ohrsensor erfasst Körpertemperatur, Sauerstoff im Blut, Atmung, Puls und Ihre Reserven im Kampf mit der Krankheit.

Auswertung

Nach zwei Monaten werden die Sterberaten der Münchner Patienten, die an der Studie teilgenommen haben mit Münchner Patienten, die nicht an der Studie teilnehmen wollten, sowie mit ähnlichen Patienten anderer Städte verglichen. Wir gehen davon aus, dass mit Hilfe unserer kontinuierlichen, automatischen Überwachung, deutlich mehr Patienten überleben.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

An der Studie können Patienten, die über 60 Jahre alt und COVID-19-positiv getestet wurden, teilnehmen.